SYMBOLDRAMA 

 

 

Katathym-Imaginative Psychotherapie (kurz KIP), auch Katathymes Bilderleben (KB) oder Symboldrama genannt, ist eine in der Tiefenpsychologie verankerte Therapieform.

 

In diesem Verfahren, wird der Klient aufgefordert sich innerhalb von Tagträumen zu bewegen. Während dieser «Tagtraumreisen» schickt das Unterbewusstsein symbolische Inhalte in unser Bewusstsein, welches, leichte bis starke Gefühlsregungen auslösen können.

 

Der seelische Ausdruck, welcher sich über die Bildgebung, also das Vorstellungsvermögen, ausdrückt und mit Emotionen besetzt ist, gibt hier den Ton an. So gibt uns die Symbolik der Tagträume Aufschluss darüber, welche unbewussten Konflikte, Ängste und Probleme vorherrschen.

 

Auf diesem Weg können sich unbekannte und unbewusste seelische Muster auftun und es gibt uns die Möglichkeit, so die verborgenen Konflikte zu lösen.

 

Einfach ausgedrückt, zeigen uns diese Imaginationen, was uns auf seelischer und emotionaler Ebene zum jeweiligen Zeitpunkt am meisten bewegt.

 

In unserem Unterbewusstsein gibt es Motivations- aber auch Abwehrmechanismen, welche durch die spezielle Vorgehensweise dieser Methode so genutzt werden können, damit das Unterbewusstsein dazu angeregt wird Lösungen zu suchen und Veränderung herbei zu führen.

 

Diese Therapieform ist durch zwei Ebenen geprägt, die imaginative Ebene und die Ebene des Gesprächs zwischen Therapeut und Klient. Beide sind für die Therapie absolut relevant und unabdingbar.

 

Hierbei ist zu beachten, dass die Ebene der Imagination den Hauptteil ausmacht und die Gesprächsebene der Einsicht und Entlastung dient.

 

Die symbolische Bildgebung wird durch das Gespräch ins Bewusstsein gehoben um so effektiver in die Veränderung geführt werden zu können.

 

Wichtig finde ich auch, dass die Symbolik nicht nur Ausdrucksmöglichkeit ist, sondern auch als Schutz angesehen werden kann. So zeigt sich in einer Sitzung auf der symbolischen Ebene also nur das, was ein Mensch zu diesem Zeitpunkt verkraften und seelisch bearbeiten kann.

 

Zusammengefasst gesagt ist das Symboldrama eine Therapieform, bei welcher wir uns unseren Seelenbildern und Tagträumen hingeben, uns von ihnen leiten lassen und sich durch sie auf Entdeckungsreise und Konfliktlösung in unser Inneres begeben können.

 

 

Wann wird das Symboldrama angewendet:

 

- Ängste

- Phobien

- Zwängen

- Suchterkrankungen

- Persönlichkeitsentwicklung/-störungen

- festsitzen in frustrierenden Kreisläufen

- Verhaltensveränderung

- Psychosomatische Leiden

- Lebensveränderungen

- Trauerarbeit

- Beziehungsthemen

 

Durch das imaginative üben von Handlungsansätzen, welche kreativ und spannend sowie auch humorvoll sein können, werden neue Lösungswege aufgetan und die vorhandenen Konflikte können nach und nach aufgelöst bzw. umgestaltet werden.

 

Auch kann das eigene Verhalten sich selbst und anderen gegenüber reflektiert, hinterfragt und auf stärkende Art und Weise beeinflusst werden. Was sich positiv auf die Beziehung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen auswirken kann.

 

All dies stärkt das wahrgenommene Selbst, in dem erkannt wird, dass man dazu in der Lage ist, das eigene Leben in positive Bahnen zu lenken.

 

Mit dieser neuen Stärke werden wir auftretende Probleme zukünftig lösungs- und handlungsorientierter angehen können.